Archiv für den Monat: April 2014

Grenzenlos im Gute Laue Büro – #borderless Mitmachen!

Jeden Dienstag gibt es im Büro der Guten Laune ab 19:00 Uhr ein offenes Treffen für alle, die Lust auf einen Piraten-Stammtisch ohne Stammtisch-Allüren aber mit viel guter Laune haben.

Dabei kannst Du eigene Ideen einbringen, Projekte vorstellen oder einfach das free WiFi nutzen und in netter Runde quatschen.

Heute beteiligen wir uns an der Aktion #borderless und drehen eigene Videos mit unserer Vision von einem grenzenlosen Europa.

Komm vorbei und mach mit!
Bring gerne dein Video-Equipment mit, eine Grundausstattung stellen wir zur Verfügung.

 

Die Aktion
#borderless – Europa. Grenzenlos.

pic.twitter.com/2iTYhZ10aY

pic.twitter.com/2iTYhZ10aY

Abgeordnetensprechstunde im Gute Laune Büro

Das neue Stadtteilbüro von mir und Martin Delius in Wilmersdorf bietet neben Veranstaltungen, Projekten, Podcasts und Netzwerktreffen vor allem Raum für Ihre Anliegen und hoffentlich viele spannende Gespräche.

Gerne können Sie mit meiner Mitarbeiterin vor Ort, telefonisch oder per E-Mail einen persönlichen Termin mit mir vereinbaren. Daneben freut sich das Team des Gute Laune Büros auf Ihren Besuch zu unseren Öffnungszeiten.

Öffnungszeiten:
Montag & Donnerstag: 14:00 Uhr – 18:00 Uhr
Dienstag: 18:00 Uhr – 22:00 Uhr
Mittwoch & Freitag: 10:00 Uhr – 14:00 Uhr
Samstag & Sonntag bei Veranstaltungen geöffnet
.cal abonnieren

Kontakt:
E-Mail: kontakt@gutelaunebuero.de
Twitter: @gutelaunebuero
Telefon: 030 86395600
Adresse: Uhlandstraße 107, 10717 Berlin

Senat verschläft das Ende von Windows XP

Seit Jahren ist bekannt, dass Microsoft den Support für das Betriebssystem Windows XP zum 08.04.14 einstellen wird. Rechner, die über dieses Datum hinaus mit dem Produkt arbeiten, stellen gefährliche Sicherheitsrisiken dar. Im Januar wollte ich durch eine kleine Anfrage vom Senat unter anderem wissen, welcher Zeitplan für die Migration existiert, ob im Zuge der notwendigen Umstellung ein Wechsel zu Open Source Software erfolgen könnte und ob die Fachverfahren des Landes ohne Weiteres auf Windows 7 umgestellt werden können.

Derzeit basieren in der Berliner Verwaltung rund 48.560 IT-Arbeitsplätze auf Windows XP. Mehr als 30.000 davon arbeiten auch über den 8. April hinaus mit dem veralteten System. Verantwortlich sind dafür nicht nur technische, finanzielle oder personelle Hürden. Erst im Sommer 2013 erfasste der Senat, welche der rund 300 IT-Fachverfahren mit Windows 7 kompatibel sind. Viele waren und sind das nicht. Betroffen sind etwa Programme zum Betrieb von Kassenautomaten und EC-Zahlungen im Bezirksamt, Sozialamt, Ordnungsamt (…) oder auch „Wahlinfo Europawahlen“ und die Meldesoftware der Bürgerämter. Inkompatible Fachverfahren waren stets eines der Hauptargumente für einen generellen Windowseinsatz. Dass diese mit Windows 7 teilweise auch nicht kompatibel sein könnten, wurde viel zu spät erfasst.

Frank Henkel, zuständiger Senator für Inneres und Sport, verweist auf dezentrale Organisationsstrukturen und Zuständigkeiten. Die Umstellung erfolgt ämterweise, eine übergreifende Arbeitsgruppe gibt es nicht.  Aus dem IT-Dienstleistungszentrum (ITDZ) heißt es in extra herausgegebenen Sicherheitshinweisen lapidar: „Betroffene PCS sollten nicht mehr mit dem Internet verbinden.“

Am Beispiel der Bezirksverwaltung Friedrichshain-Kreuzerberg lässt sich erahnen, vor welche Probleme die Behörden damit gestellt werden. Wie aus einer mündlichen Anfrage der Piratenfraktion hervorgeht, ist eine Umstellung bisher bei 46 Rechnern erfolgt. Dies entspricht einem Anteil von 3%. Die Senatsverwaltung stellt indess keine zusätzlichen Mittel für neue Lizenzen zur Verfügung, weder im Haushalt 2014/2015, noch im Haushalt 2012/2013 wurden entsprechende Mehrausgaben berücksichtigt, auch eine Sonderregelung ist nicht in Sicht. Der Bezirk prüft parallel mit einer Open Source Kommission, wie zukünftig der Einsatz proprietärer Software eingeschränkt oder vermieden werden könnte.

Die Verantwortung alleine den Verwaltungen zu überlassen, diesen gleichzeitig aber keinerlei Mittel an die Hand zu geben, ist grob fahrlässig. Die dezentrale Verantwortungsstruktur in der IT muss dringend geprüft werden, eine übergreifende Arbeitsgruppe hätte die Migrationsplanung rechtzeitig und unter Berücksichtigung der besonderen Anforderungen bei Fachverfahren vornehmen müssen.

Das IT-Dienstleistungszentrum hat mit Microsoft ein „temporäres Notfallpaket“ ausgehandelt, um bis 2015 einen verlängerten Support anbieten zu können. Derzeit liegen ca. 15 Anmeldungen für das Paket vor, die Kosten werden mit ca. 10.000€ pro Behörde veranschlagt. Laut Datenschutzbeauftragen ist eine Inanspruchnahme des Angebotes für die betroffenen Behörden verpflichtend.

Gelöst sind die massiven Probleme bei der Umstellung durch das „Notfallpaket“ nicht. Die Migration wird nur aufgeschoben und muss bis spätestens bis 2015 abgeschlossen sein – selbst mit einer zentralen Organisationseinheit ein knapper Zeitplan. Da dieser Zeitpunkt in den derzeit laufenden Haushalt fällt, sind auch bis dahin keine zusätzlichen Mittel für die Umsetzung zu erwarten. Auch hier obliegt es den Bezirken, individuell einzukaufen.  Zu den Lizenzkosten und dem Aufwand im Rahmen der Umstellung kommen dann weitere, nicht gedeckelte Kosten für die Unterstützung durch Microsoft hinzu.

Für die kommende Sitzung des ITDAT am 05.05.14, habe ich daher den Besprechungspunkt „Fehlplanung bei der Umstellung von Windows XP und wie geht es weiter?“ angemeldet.

 

Presse

28.03.14 Pressemitteilung, Dr. Simon Weiß, „Senat verschläft das Ende von Windows XP“
07.04.14, Berliner Zeitung, “Berliner Behörden verschlafen Windows XP Umstellung”
08.04.14, Tagesspiegel, “Windows XP lebt in den Ämtern weiter”